Die richtige Geldanlage?

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Die richtige Geldanlage beim Niedrigzins

Nachdem die Europäische Zentralbank erneut die Zinsen gesenkt hat, wird es für Sparer ohne Risikofreunde schwierig, noch Geld zu verdienen. Insbesondere die Kurzanlage im Tagesgeldbereich wird unattraktiv, weil hier die Zinsen noch weiter zurückgehen werden. Wenn der Ertrag bei deutlich unter einem Prozent liegt, dann macht man Verluste mit seiner Anlage, insbesondere, weil die Inflationsrate noch deutlich über einem Prozent liegt und auch das Finanzamt noch einen beträchtlichen Teil der formellen Geldzuflüsse abgreifen wird. Angesichts dieser Situation überlegen viele Anhänger der Altersvorsorge ins Risiko zu gehen, doch die vergleichsweise guten Renditen am Markt für Aktien, Fonds und innovativen Geldanlagen sind nicht jedermanns Sache.

Hohe Erträge nur bei hohen Risiken

Es ist eine allgemeine Tatsache, dass die Gewinne direkt mit den Risiken im Zusammenhang stehen. Wenn ein Investor gegenwärtig Renditen anbietet, die deutlich über der Inflationsrate liegen, dann kann man davon ausgehen, dass diese Angebote mit hohen Risiken verbunden sind. So zahlen manche Aktiengesellschaften zwar höhere Renditen in Form von Dividenden aus, hier ist aber auch an das Kursrisiko zu denken. Der DAX strebt jeden Tag zu höheren Kursen, doch nicht zu übersehen ist, dass diese Kurse von den niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt in eine Blase getrieben werden. Was nützt eine Rendite von vier Prozent, wenn der Aktienkurs sich halbiert oder die Firma sogar in Insolvenz gerät? Gleiche Überlegungen gelten auch, wenn es um Unternehmensanleihen geht. Die liegen zwar in ihrem Gewinnpotential deutlich höher als Kurzanlagen im Tagesgeldbereich, doch auch hier kann eine Insolvenz schnell das gesamte Kapital vernichten.

Bei Kurzanlagen auf Flexibilität achten

Kurzanlagen haben im Inland selten mehr als ein Prozent Gewinnpotential. Aber es gibt viele Banken im Ausland, die mehr für Geldanlagen auch im Kurzfristbereich bieten. Hier ist aber zu prüfen, welchen Sicherungseinrichtung hinter der jeweiligen Bank stehen. Zwar bieten diese Sicherungseinrichtung oft hohe Garantiebeträge von deutlich über 100.000 Euro, doch es bleibt ebenso oft unklar, welche bürokratischen Höhen zu überwinden sind, um über die Sicherungseinrichtungen an sein Geld zu kommen, wenn die Bank mal insolvent werden sollte. Da hebt man dann doch besser seine Euros im Inland auf und sucht sich hierzulande die Bank, die noch etwas mehr für Kurzanlagen herausrückt. Oft gelingt dies, wenn man häufiger die Bank wechselt, denn für Neukunden gibt es oft bessere Konditionen.

Kurzfristige und langfristige Anlagen für die Altersvorsorge beim Niedrigzins geschickt kombinieren

Der gegenwärtige Niedrigzins wird wohl noch lange gelten und kann angesichts der gegenwärtig absehbaren Deflation im Euroraum noch weiter fallen. Deshalb sollte man für seine Altersvorsorge eine Geldanlage mit unterschiedlichen langen Festgeldanlagen wählen, die man im Laufe der nächsten Jahre dann immer mal wieder umschichtet, um von den etwas höheren Zinsen am langen Ende zu profitieren. Man spaltet beispielsweise sein Geldvermögen in vier Teile auf und legt diese Teile für O, 1, 2 bzw. 3 Jahre an. O steht hier für Tagesgeld. Nach einem Jahr schichtet man dann um und legt den fällig werdenden Betrag erneut für 3 Jahre an. So hat man in seiner Altersvorsorge stets verfügbares Geld und kann recht schnell von einer möglichen Trendumkehr am Kapitalmarkt dadurch profitieren, dass man flexibel geblieben ist.

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