Richtig haushalten – aber wie?

Bargeldloses Zahlen ist praktisch und komfortabel. Nur noch sehr selten ist man dazu gezwungen, Bargeld auf den Ladentisch zu legen. Karte gezückt, bezahlt, fertig. Es ist einfach und unkompliziert, ja. Aber es ist auch unübersichtlich. Schnell können sich so unbemerkt kleinere Ausgaben anhäufen, die man vorher nicht eingeplant und hinterher nicht mehr wirklich auf dem Schirm hat. Zahlen mit der Karte heißt also auch stückweit Kontrollverlust, wenn man nicht aufpasst. Hier ein Riegel in der Impulskaufzone, dort spontan etwas trinken gegangen. Die Liste der Bedürfnisse nimmt kein Ende – das Einkommen (Lohn, Rente) meistens jedoch leider schon. Und so wird der Blick auf das Konto ein größerer Schocker als der Horrorfilm, den man einen Tag zuvor im Kino um die Ecke geschaut hat.

Kontrolle zurückgewinnen

Das Führen eines Haushaltsbuches könnte da Abhilfe schaffen. Nun denken viele bei dem Begriff des Haushaltsbuches gleich an die Großmutter, die jede Ausgabe und Einnahme eingetragen hat, um auch dem letzten fehlenden Pfennig auf die Spur zu kommen. Eigentlich ist es aber tatsächlich das, was die Buchführung auch leisten soll. Allerdings muss man es nicht bis auf den Cent genau nehmen. Spontaneität ist eine gute Eigenschaft, die man sich gerne bewahren kann. Die Buchführung kann da sogar einen Rahmen setzen, in dem kleinere Ausnahmen mit gutem Gewissen die Regel bestätigen können. Zudem könnte die Motivation darunter leiden, wenn Sie gleich zu Beginn der neuen Routine zu streng mit sich sind.

Das Haushaltsbuch

Das Erstellen eines Haushaltsbuches an sich kann grundlegend auf zwei verschiedene Weisen angegangen werden:

  1. Herkömmlich

Die herkömmliche Herangehensweise benötigt, ohne Verwunderung auszulösen, Stift und Papier. Am besten eignet sich ein Notizbuch, dessen Format eine größtmögliche Übersicht bietet, sodass direkt ein ganzer Monat überblickt werden kann. DIN A4 oder größer böte sich da an. Hier können Tabellen mit Einnahmen und Ausgaben aufgeführt werden. Wer sich nicht so viel Arbeit machen will, der kann sich eigens zu diesem Zwecke erstellte Vorlagen im Internet ausdrucken oder bestellen.

  1. Elektronisch

Auf elektronischem Wege kann mit Programmen wie beispielsweise Excel gearbeitet werden, die eine Tabellenkalkulation ermöglichen. Excel und Co bieten eine bequeme Lösung für schnelle Buchhaltung. Etwaige Formeln und Kenntnisse über benötigte Formeln sind hier jedoch ein Muss. Doch immer mit der Ruhe: Auch wer bislang nicht wirklich mit solchen Programmen in Berührung gekommen ist, findet alle nötigen Hilfestellungen im Internet. Tabellenkalkulationsprogramme bieten über die unkomplizierte Handhabe und das materielle Platzersparnis hinaus auch verschiedenste Möglichkeiten zur Auswertung, die helfen können, Potentiale zum Einsparen schneller zu erkennen. Auch grafische Darstellungen sind damit kein Problem!

Apropos: In den App-Stores von Apple und Google wird man bei der Suche nach Haushaltsbuch-Apps auch fündig. Probieren Sie einfach mal aus, welche für Sie am besten geeignet ist. Mit dem Smartphone gehen viele Dinge besonders schnell und leicht von der Hand!

 

Doch wie auch immer Sie sich hier entscheiden mögen, um eines werden Sie leider nicht wirklich herumkommen – den Kassenzettel. Haushalten bedeuten Belege sammeln. Auch wenn Sie oft mit der Karte zahlen und Ihre Ausgaben über die Einzüge auf ihrem Konto nachverfolgen können, sollten Sie sich, wenn möglich, immer den Kassenzettel aushändigen lassen.

Ja, das Führen eines Haushaltsbuches erfordert Zeit und, vor allem zu Beginn, ein wenig Anstrengung. Es kann Ihnen jedoch tatsächlich helfen, den Überblick zu behalten und böse Überraschungen gar nicht erst auf den Plan zu rufen, damit Sie sich künftig nur noch im Kino gruseln dürfen.

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