Reisezeit – Umtauschzeit

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Weil nicht jedes Land den Euro akzeptiert, wird es oft notwendig, sich im Vorfeld mit Bargeld in der Währung des Reiselandes zu versorgen. Dabei will man von günstigen Konditionen profitieren und unproblematisch Geld umtauschen.
Allgemein raten Experten dazu, vorab nur kleine Bargeldbeträge mitzunehmen und den notwendigen Rest vor Ort im Reiseland abzuheben. Denn oft rechnet sich der Umtausch von größeren Bargeldbeträgen nicht.

Die Differenz

Ob aus dem Internet oder aus der Zeitung, Währungsrechner sind hilfreich. Allerdings erhalten die Reisenden im Inland nie die ausländischen Banknoten zu ihrem ermittelten Sortenkurs. Denn die Banken müssen das Bargeld zunächst ankaufen, um es dann zu einem höheren Kurs zu verkaufen. Die Differenz zwischen Ankaufskurs und Verkaufskurs wird vom bankinternen Gewinninteresse sowie von Versicherungs- und Versandkosten bestimmt. Das Prinzip Angebot und Nachfrage gilt umso mehr, je exotischer eine Währung ist.

Geld im Gepäck

In ein fremdes Land reist niemand ohne etwas Bargeld, beispielsweise für ein Essen oder für eine Taxifahrt. Bei besonders schwachen Währungen ist es ratsam, bis zu 100 Euro umzutauschen. Dazu zählen z.B. brasilianische Real oder ägyptische Pfund. USA-Reisende sollten etwa 10 USD pro Tag und Person einkalkulieren. Dabei hängt der Handbestand vom jeweiligen Bezahltyp ab – die meisten Menschen haben eine ausgeprägte Affinität zum Bargeld.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Geld vorab umzutauschen. Weil beispielsweise auf Flughäfen oder Fernreisebahnhöfen Reisebanken und Wechselstuben miteinander konkurrieren, muss das Geld nicht zwangsläufig in einer Hausbankfiliale umgetauscht werden. Aber auch hier ist ein Vergleich „Fremdwärung zu niedrigen Kosten“ anzuraten.

Scheine, Münzen, Karten, Schecks

Bald schon muss neues Geld in der jeweiligen Währung beschafft werden, weil der kleine Handbestand zu Ende geht.
Immer sollte man seine Bankkarte mit auf die Reise nehmen. Mittels der Debitkarte, der vormaligen ec-Karte, kann man einerseits unproblematisch Geld abheben und andererseits verschiedene Rechnungen bezahlen. Im Ausland werden auch Kreditkarten oft akzeptiert. Dabei fallen allerdings teilweise hohe Gebühren an.
Vergleiche zeigen, dass der Wechselkurs am Geldautomaten der günstigere ist. Aber auch das ist landesabhängig – türkische Wechselstuben arbeiten beispielsweise mit akzeptablen Kursen.
Neben Karten und Bargeld gehen auch Traveler Checks mit auf so manche Reise. Ihr großer Vorteil ist ihre Sicherheit. Denn sie sind gegen Verlust auf Reisen versichert. Im Vergleich zu Bargeld oder Karten ist die Akzeptanz der Reiseschecks in den Reiseländern allerdings rückläufig.

Der Rücktausch

Schon immer waren verschiedene Münzen aus Urlaubsländern begehrte Souvenirs. Geltende Einfuhrbeschränkungen verletzt man mit einigen interessanten Münzen kaum.
Nicht gebrauchtes Geld kann man bei deutschen Banken zurücktauschen, sofern es keine Münzen sind. Eine Reisebank tauscht dagegen gängige Münzen, beispielsweise britische Pfund, US-Dollar oder Schweizer Franken, um. Unter Beachtung der An- und Verkaufskurse ist allerdings der Rücktausch von Geldscheinen kostengünstiger. Lokales Bargeld kann man vor der Rückreise z.B. am Airport günstiger in Euro oder Dollar zurücktauschen.

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