Aktienhandel für Anfänger

© sergey_p - Fotolia.com

Aktien als interessante Form der langfristigen Geldanlage

Gegenwärtig sind die Zinsen für festverzinsliche Geldanlagen sehr niedrig und fallen noch weiter. Viele überlegen sich daher, ob sie nicht in den interessanteren Aktienmarkt einsteigen sollten. Denn hier hat man neben hohen jährlichen Dividenden auch gute Chancen auf Kursgewinne. Allerdings gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten, wenn man langfristig mit dieser Art der Geldanlage gute Rendite-Ziele erreichen möchte.

Langfristiges Renditepotential für Aktien

Aktien sind Anteile an Unternehmen. Sie berechtigen den Inhaber Jahr für Jahr eine kräftige Dividende als Anteil der Unternehmensgewinne zu bekommen, wenn das Unternehmen erfolgreich war. Erfolgreiche Unternehmen werden auch langfristige im Aktienhandel gute Kurssteigerungen haben, woraus zusätzlicher Vermögenszuwachs resultiert. Allerdings sind diese Chancen auch mit Risiken verbunden. Unternehmen sind manchmal nicht erfolgreich und können daher keine Gewinne auszahlen. Im Extremfall gehen Unternehmen Pleite, womit meist ein Verlust des entsprechenden Anlagevermögens verbunden ist. Man braucht also für sein Aktienengagement eine Streuung: Neben bekannten großen Börsenwerten sollte man auch mittlere Unternehmen in sein Aktiendepot aufnehmen. In- und ausländische Firmen sollten genauso Berücksichtigung finden wie unterschiedliche Währungen. Langfristige Analysen zeigen auf, dass mit einem so geschickt zusammengestellten Depot weit höhere Rendite-Ziele umsetzbar sind, als mit Geldanlagen in festverzinslichen Papieren.

Wie man zur richtigen Aktienmischung findet

In der Publizistik, in den elektronischen Medien und auch im Internet ist die Fülle der Informationen über Aktien so umfassend, das zu jeder Einschätzung auch leicht eine Gegeneinschätzung recherchiert werden kann. Websites wie „Der-Geldblog“ können wertvolle Informationen liefern, doch man sollte bei der Auswahl von Anlageobjekten nicht unbedingt dem Mainstream folgen. Eher im Gegenteil. Man sollte insbesondere auf solche Anlageobjekte achten, über die gegenwärtig schlecht geredet wird. Ist dazu die Branche oder das Land noch in einer tiefen Krise, dann ist das Image dieser Anlageobjekte so schlecht, dass besonders günstige Einstiegskurse zu bekommen sind. „Buy on bad news!“ lautet die entsprechende Börsenregel für hohe Rendite-Ziele. Wichtig ist hier allerdings, dass man strikt auf die oben erläutere Streuung achtet. Wer fünf bis zehn Papiere kauft, bei denen die angesprochenen Details deutlich unterschiedlich sind, der hat eine sehr breite Streuung und kann damit vom Langfristtrend sehr gut profitieren. Gleichzeitig muss man aber bei seinem Investment beachten, dass es durchaus mal längere Durststrecken geben kann. Geld, das für kurzfristige Ziele benötigt wird, sollte man nicht in Unternehmensanteilen angelegt haben.

Broker, Aktienhandel, Depot und technische Details

Für den eigenen Aktienhandel braucht man ein Aktiendepot, das auch bei Online-Banken günstig zu bekommen ist, wenn man auf die Beratung durch einen persönlichen Broker verzichten kann. Persönliche Broker sind meist zu stark durch tagesaktuelle Emotionen geprägt. Für eine Langfriststrategie setzt man besser auf eigene Einsichten, die an den langfristigen Trends der Wirtschaftsentwicklung in Branchen, Regionen und Wachstumssegmenten ansetzt. Experten wie André Kostolany haben dazu geraten, sich nicht bei der eigenen Aktienspekulation zu sehr im Tagesgeschäft zu bewegen, weil man hier die langfristig möglichen Potentiale leicht übersehen kann. Hat man sich mit Überzeugung für eine Aktienposition entschieden, dann sollte man diese kaufen und ein paar Jahre im Depot liegen lassen, bevor man sich überhaupt mit einer Wechselmöglichkeit beschäftigt. Denn häufiges Wechseln der Positionen gefährdet über die dabei anfallenden Gebühren für das Depot die Rendite-Ziele des gesamten Anlagevermögens erheblich.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here