Geldanlagen im Vergleich

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Zählen auch Sie zu der Mehrheit der Bundesbürger, die ihr Geld sicher und dennoch rentabel anlegen möchten, angesichts der jüngsten weltweiten Finanzkrisen jedoch unsicher sind, welcher Anlage Sie denn noch wirklich trauen können? Dann wird Sie dieser Artikel sicher interessieren. Hier finden Sie die beliebtesten Geldanlagen mit ihren individuellen Vorteilen und Risiken übersichtlich und verständlich zusammengefasst. Vor allem für Laien wird das Thema Geldanlage nach dem Lesen dieses Artikels kein Buch mit sieben Siegeln mehr sein.

Anlageform 1: Anleihen

Bei Anleihen handelt es sich um Wertpapiere. Ein Schuldner leiht sich Kapital und entrichtet für diese Dienstleistung Zinsen an den Käufer. Als solche Schuldner kommen Unternehmen der Privatwirtschaft ebenso in Frage wie Kommunen oder der Bund.
Vorteilhaft an dieser Anlageform sind regelmäßige Zinszahlungen, die über einen vorab festgelegten Zeitraum erfolgen. Am Ende der Leihfrist erhält der Käufer das eingezahlte Kapital gänzlich zurück. Jedoch besteht bei Anleihen generell das Risiko, dass der Schuldner Insolvenz anmeldet und damit der Totalverlust des Kapitals droht.
Grundsätzlich gilt, dass Anleihen stets nur so sicher und rentabel sind, wie die Bonität, also die Kreditwürdigkeit, des Schuldners. Traumhafte Zinssätze nützen dem Anleger letztlich nichts, wenn das Unternehmen oder der jeweilige Staat zahlungsunfähig werden. Wenn Sie dieses Risiko auf ein Minimum beschränken wollen, ist eine besonders strenge Auswahl der jeweiligen Anleihen notwendig. Auf Nummer sicher gehen können Sie beispielsweise, wenn Sie sich für Bundeswertpapiere entscheiden, also Anleihen der Bundesrepublik Deutschland.

Anlageform 2: Aktien

Bei Aktien handelt es sich sicherlich um den Inbegriff der Anlagemöglichkeit. Kaum eine andere Finanzanlage wurde in Filmen aus der Traumfabrik Hollywood derart oft thematisiert wie diese Form der Wertpapiere.
Bei Aktien handelt es sich um Anteile, die ein Unternehmen ausgibt. Ziel des Unternehmens ist es, sich Eigenkapital durch den Verkauf der Aktien zu verschaffen. Die Käufer dieser Aktien werden als Aktionäre bezeichnet.
Aktien bringen als Geldanlage gleich zwei Vorteile. Wenn das Unternehmen Gewinne macht, werden diese in Form einer Dividende anteilig an die Aktionäre ausgegeben. Darüber hinaus sind jederzeit Steigerungen des Aktienkurses möglich, sofern die Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens an der Börse zunimmt.
Umgekehrt bringt die Flexibilität des Aktienkurses jedoch auch Nachteile mit sich. Sinkt der Kurs, beispielsweise in allgemeinen Krisenzeiten oder bei einer schlechten Entwicklung des Unternehmens, ist ein Verkauf der Aktien mit Verlust für den Anleger behaftet. Sollte das Unternehmen keine Gewinne einfahren, entfallen auch Dividendenzahlungen. Im schlimmsten Fall droht dem Aktionär der Totalverlust, nämlich wenn das Unternehmen Konkurs anmelden muss.
Grundsätzlich sollten Sie Aktien nur von solchen Unternehmen erwerben, von deren Geschäftsmodell Sie selbst überzeugt sind. Auch sollten Sie nicht nur Aktien eines Unternehmens kaufen, sondern die Wertpapiere aus verschiedenen Wirtschaftsregionen und Unternehmensbranchen mischen. Als kurzfristige Geldanlage sind Aktien nur bedingt zu empfehlen; Sie sollten besser mit einer sehr langen Perspektive, also mindestens zehn Jahre, erworben werden.

Anlageform 3: Investmentfonds

Vereinfacht ausgedrückt ist ein Investmentfonds ein Topf, in dem das Geld vieler Anleger einer Kapitalanlagegesellschaft gesammelt wird. Die Gesellschaft wird mit diesem Geld Anleihen, Aktien oder Immobilien erwerben. Das Kapital wird von einem seriösen Fondsmanagement entsprechend der Risiken und Chancen verwaltet.
Vorteilhaft an einem Investmentfonds ist sicherlich die Tatsache, dass Anleger bereits mit vergleichsweise kleinen Summen in verschiedene Anlageformen investieren und gleichzeitig das Risiko streuen können. Hierdurch ist ein Totalverlust des angelegten Kapitals nahezu ausgeschlossen.
Diese Sicherheit schlägt jedoch in der Regel mit hohen Gebühren zu Buche. Zudem schaffen es nur sehr wenige Fondsmanager über einen längeren Zeitraum, den entsprechenden Vergleichsindex zu schlagen.
Die Rendite wird bei Investmentfonds durch jährliche Gebühren durch das Fondsmanagement sowie den Ausgabeaufschlag (also den Betrag, der beim Kauf entrichtet werden muss) geschmälert. Dies sollte der Anleger bereits im Vorfeld bedenken, wenn er sich für die Anlageform Investmentfonds entscheiden möchte.

Anlageform 4: Gold / Indexfonds

Gold war schon seit jeher eine krisensichere und daher beliebte Anlageform. Auch Inflationen oder weltpolitische Ereignisse können den Wert dieser Anlage nicht gefährden. Daher ist ein Anstieg des Goldpreises vor allem in wirtschaftlichen Krisenzeiten zu beobachten.
Einerseits muss keine Mehrwertsteuer entrichtet werden, wenn man Goldmünzen oder Goldbarren kauft. Auf der anderen Seite bringt Gold keine Verzinsung mit sich und eine sichere Lagerung des Edelmetalls ist nur in einem Bankschließfach oder einem Tresor möglich; für beides fallen Kosten an.
Entscheidet man sich für Gold als Anlageform, hat man grundsätzlich die Wahl zwischen Münzen und Barren. Münzen sind handlich und klein und werden weltweit auch als Zahlungsmittel akzeptiert. Bei Goldbarren hingegen fällt der Aufschlag auf den aktuellen Goldpreis niedriger aus als bei Münzen. Schmuck aus Gold ist hingegen als Anlage nicht empfehlenswert, da bei einem Verkauf nur der Materialwert entscheidend ist, sofern man keinen interessierten Sammler für das Schmuckstück findet.
Eine Alternative zu Goldbarren und Goldmünzen sind Indexfonds, die an der Börse gehandelt sind. Bei diesen Fonds ist physisches Gold hinterlegt. Die Wertentwicklung dieser Fonds richtet sich nach dem aktuellen Goldpreis. Ein Investment ist auch mit kleineren Beträgen möglich.

Anlageform 5: Fest- und Tagesgeld

Sowohl Fest- als auch Tagesgeld zählen zu den festverzinslichen Anlageformen. Bei einer Festgeldanlage ist die Höhe des Zinses über einen vorab festgelegten Zeitraum garantiert; bei der Anlage Tagesgeld kann der Zins theoretisch täglich von der Bank angepasst werden.
Bei beiden Anlageformen handelt es sich um sehr sichere Investments, da das eingelegte Kapital (bei seriösen Anbietern!) bis zu einer bestimmten Höhe staatlich abgesichert ist. Die Verzinsung ist hingegen eher gering und bei Festgeldanlagen kann die Inflation unter Umständen die gesamte Rendite zunichtemachen.
Im besten Fall wählt man für diese Anlageform einen Anbieter, bei dem ein zahlungskräftiger Staat als Sicherheit bürgt. Hierdurch wird das Risiko für einen Kapitalverlust deutlich reduziert. Die Anlage Festgeld bringt in aller Regel höhere Zinsen ein als Tagesgeld. Jedoch ist das Kapital bei Tagesgeld für den Kunden jederzeit verfügbar, bei Festgeld hingegen nicht. Sollten Sie das angelegte Geld vor Ablauf des festgelegten Zeitraums benötigen, müssen Sie mit Strafzinsen rechnen.

Resümee / Fazit

Generell ist es ratsam, nicht das gesamte Kapital auf eine Karte zu setzen, denn – bildlich gesprochen – wenn Ihr Ass nicht sticht, haben Sie in diesem Fall noch einen König im Ärmel. Attraktive Renditen UND ausreichend finanzielle Sicherheit können Sie in aller Regel erzielen, wenn Sie die verschiedenen Anlageformen miteinander kombinieren, denn jede einzelne Anlage verfügt über ihre ganz eigenen Vorzüge, aber auch Risiken bzw. Nachteile, die Sie vorab kennen und einschätzen sollten. Für weitere Informationen lohnt sich ein Blick auf die Webseite der-geldblog.de.

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