Nicht nur für Sammler: die neue 5 Euro Münze

Erinnern Sie sich an den „Heiermann“? Den Älteren wird das sicherlich auch heute noch ein Begriff sein, uns von Der-Geld-Blog natürlich auch, denn so nannte man früher die große und schwere 5 DM-Münze. Seit der Einführung des Euro ist das gute alte 5-Mark-Stück, bzw. das 5-Euro-Pendant, aber von der Bildfläche verschwunden. Bis jetzt!

Seit 14. April gibt es die 5 ­Euro Münze nun nämlich offiziell wieder zu ergattern. Und das Geldstück ist auch nicht irgendein Beliebiges, sondern ein ganz Besonderes. Die Münze besteht aus purem Metall und verfügt über einen einzigartigen Polymer-Ring. Das sieht nicht nur unheimlich richtig schick aus, sondern ist auch weltweit wirklich einmalig.

Polymer-Ring macht die Münze fälschungssicher

Hinter diesem besonderen Design steckt natürlich weit mehr als nur eine schicke Optik. Der Polymer-Ring hat nämlich die Aufgabe, dass neu eingeführte Geldstück komplett fälschungssicher zu machen. In dem Polymer-Ring hat man nämlich kleine funkelnde Kristalle verarbeitet. Hält man die Münze also gegen das Licht, leuchten diese. Bei den Kristallen handelt es sich um nicht nachmachbare Liquid Crystal Particles – für Geldfälscher eine unüberwindbare Hürde.

Entwickelt wurde das Polymer im Übrigen am Leibniz-Institut für Interaktive Materialien. Die große Besonderheit am dem Polymer ist, dass es wie Metall geprägt werden kann. Außerdem ist es gegen Wasser, Chemikalien, Hitze, Kälte und UV-Strahlung geschützt – eben das Geldstück einer neuen Generation.

Eine Münze zum Thema „Planet Erde“

Für das Design der Münze wurde, wie Der-Geld-Blog erfuhr, zudem weltweit zum ersten Mal Kunststoff mit Metall zusammen in einer Münze verbaut. Der blaue Polymer-Ring verbindet die beiden Metallabschnitte dann miteinander. Das passt optisch natürlich hervorragend zum Motto der Münze. Dieses lautet nämlich „Planet Erde“. Sinnbildlich bedeutet das, dass der blaue Ring die Welt (das inntere der Münze) mit dem Kosmos (dem äußeren der Münze) verbindet.

Auf der Bildseite der Münze ist die Erde, bzw. unser Planet zu sehen. Hier erkennt man zudem durch kleine Punkte die Umrisse der Kontinente. Im äußeren Teil der Münze sind verschiedene Himmelskörper zu sehen.

Auf der anderen Seite der neuen Münze ist im inneren Bereich der Bundesadler zu sehen, der von der Designerin Alina Hoyer aus Berlin entworfen wurde. Im Bereich außerhalb des blauen Rings steht „Bundesrepublik Deutschland 5 Euro“. Entworfen wurde die neue Münze von Stefan Klein aus Iserlohn.

Die Entwicklung des neuen Geldstücks ging aber keineswegs über Nacht, eher im Gegenteil: so wurde die vergangenen acht Jahre daran gearbeitet, die Konstruktion zu entwerfen.

Sehr begehrt: Sonderedition war sofort vergriffen

Insgesamt wurden von dem neuen 5-Euro-Geldstück 2,25 Millionen Stück erstellt. Hauptsächlich möchte man – neben den klassischen Sammlern von Geldstücken – die jungen Zielgruppen erreichen. Für Erstere, die Sammler, gibt es zudem 250.000 Stück in Sammlerqualität. Diese wurden in Spiegelglanz erstellt, während die restlichen 2 Millionen Münzen mit Stempelglanz-Qualität daher kommen.

Letztere bekommt man bereits für 5 Euro – günstiger wird man wohl kaum an eine 5 Euro Münze kommen. Die hochwertigere Spiegelglanz-Variante war bereits im Februar vergriffen und kostete 15,55 Euro.

Da die Nachfrage so hoch ist, wird nun nur eine Münze pro Tag pro Person vergeben.

Offizielles Zahlungsmittel: jedoch nur in Deutschland

Die neue 5 Euro Münze ist also fälschungssicher und vor allem bei Sammlern sehr gefragt. Dennoch gilt das neue Geldstück offiziell als Zahlungsmittel. Jedoch muss man beachten, dass viele Automaten – etwa für eine Fahrkarte mit der Bahn – die Münzen (zumindest zunächst) nicht akzeptieren. Doch dafür ist die Münze eigentlich sowieso zu schade, so dass man hier lieber zum alten Schein greifen sollte.

Außerdem sollte Ihnen bewusst sein, dass man mit der neuen Münze im Wert von 5 Euro nur im Inland bezahlen kann. In absehbarer Zeit ist auch keine Einführung des Geldstücks in Europa geplant. Anders als bei einem Geldschein etwa fällt die Zuständigkeit für neue Münzen nämlich in den Bereich des jeweiligen europäischen Landes. Bei Scheinen wiederum ist die Europäische Zentralbank verantwortlich.

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