Die Bundesanleihe

Bundesanleihen (Bonds) sind festverzinste, langfristige Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden. Mit diesen Bundesanleihen kann der Bund seinen Haushalt mitfinanzieren. Sie haben eine zentrale Stellung am Kapitalmarkt sowie im Kapitalverkehr im Ausland.

Die Bonds erhält man entweder an der Börse mit den üblichen An- und Verkaufskosten oder bei allen Sparkassen und Banken mit entsprechender Gebühr für ein Depot.

Die Alternative wäre, ein Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland zu erwerben. Der Vorteil: Bei der weiterer Verwahrung fallen keine weiteren Kosten an.

Die Bundesanleihen lohnen sich besonders für Menschen, die zum Beispiel an ihrer Altersvorsorge arbeiten und ein möglichst kleines Risiko bei hohen Renditen anstreben. In 2017 ist die Rendite für Staatspapiere mit zehnjähriger Laufzeit auf über 0,5 Prozent gestiegen.

Dabei ist es noch nicht lange her, dass die Rendite von zehnjährigen Staatsanleihen sogar unter null Prozent lag. Durch den Brexit flüchteten viele Anleger aus den deutschen Anleihen und Sparer zahlten leider drauf. Aussagen eines Herrn Draghi sind jedenfalls mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn er 2017 ankündigte, weniger Staatsanleihen kaufen zu wollen, wissen wir nicht, wie sich die Wirtschaft und Inflation in 2018 tatsächlich entwickeln wird. Sollte weiterhin eine dermaßen lockere Geldpolitik betrieben werden, sollten Anleger kritisch sein.

Die Renditen der zehnjährigen Anleihen wären ohne die Käufe der EZB mit einem Prozent deutlich höher. Es ist aber wahrscheinlich, dass die EZB weiterhin viele Milliarden Euro in den Finanzmarkt pumpen wird. Trotz alledem bringt die Bundesanleihe Vor- und Nachteile mit sich:

Bundesanleihen gehören zu den sicheren Wertpapieren, bei denen ein hoher Wertverlust ausgeschlossen ist. Die Zinszahlung erfolgt jährlich und ohne vorgeschriebenen Anlagebetrag. Ein weiterer Vorteil der Bundesanleihe ist, dass diese jederzeit an der Börse verkauft werden können.

Gewinne können allerdings nur bei einem sinkenden Kapitalmarktzinsniveau erzielt werden. Der Verkaufswert richtet sich nämlich nach der Verzinsung des Papiers und nach aktuellem Zinsniveau. Zudem sind hohe Kursrisiken aufgrund der langen Laufzeit nicht ganz ausgeschlossen und daher müssen Anleger mit einem hohen Verlust bei sinkendem Kapitalmarktzinsniveau rechnen.

Die emittierten Schuldverschreibungen der Bundesrepublik sind auch mit einer Laufzeit von 30 Jahren erhältlich.

Generell sollte man sich bei der Entscheidung Bonds zu kaufen folgendes vor Augen halten:

– Deutschland erhält von Ratingagenturen regelmäßig die Bestnote AAA. Deutschland lockt durch seine hohe Kreditwürdigkeit natürlich viele Investoren an. Das führt bei hoher Bonität zu einer niedrigen Verzinsung.

– Weiterhin wissen Anleger durch die Festverzinsung genau, wieviel Kapital am Ende herauskommt.

– Die Liquidität der Geldanlage ermöglicht jederzeit den Verkauf an der Börse.

– Einen Zahlungsausfall des Staates ist nahezu ausgeschlossen (Mündelsicherheit).

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